foto einer sammlung von karteikarten als symbol fuer eine suchkartei eines immobilienmaklers

Relevanz einer Suchkartei

Einige Erfahrungswerte aus unserer Praxis als Immobilienmakler, die sich an Verkäufer/Vermieter richten, die einen Makler suchen und unter den vielfältigen Anbietern auswählen wollen:

Etliche Makler werben als vermeintlich besonderes Kriterium damit, über eine umfassende Suchkartei zu verfügen. Da ist z.B. von über 1.000 oder gar über 3.000 Suchkunden die Rede.

Für uns stellt sich im Zeitalter der Automatisierung bereits die Frage, ob die Führung einer Kartei überhaupt noch zeitgemäß ist. Wer Immobilienangebote über eine Maklersoftware aufbereitet und per Internet auf die verschiedenen Immobilienportale überträgt, fängt dann an, in Karteikarten zu blättern?

Bei wenigen Maklern hat man sogar die Chance, die Suchkundendaten auf der Homepage einzusehen. Die gespeicherten Daten weisen u.U. auch ein Datum der Aufnahme auf, so dass man erkennen kann,  dass die Suchkundendaten bereits über etliche Jahre vorgehalten werden. Auch bei einer besonders hohen Anzahl an Suchkunden ohne einen Hinweis auf das Alter der Daten kann man durchaus vermuten, dass es sich um Daten mehrerer Jahre handeln könnte.

In unserer Praxis hat es sich sehr häufig ergeben, dass man in dem Moment, in dem man tatsächlich ein evtl. passendes Angebot gefunden und den Kunden darüber informiert hat,  dann die Antwort des Suchkunden kam, dass sich die Suche schon seit einiger Zeit erledigt hat. Entweder hatte der Kunde selbst etwas gefunden, anstatt des ursprünglich beabsichtigen Kaufes einer Bestandsimmobilie inzwischen selbst gebaut oder die Suche aus persönlichen Gründen generell eingestellt.

Diese Erfahrungen verdeutlichen, dass allein die angegebene Anzahl der beim Immobilienmakler in einer Suchkartei vorgehaltenen Immobilieninteressenten keine zuverlässige Auskunft über das Alter und vor allem über die Aktualität dieser Suchkunden gibt. Es kann durchaus sein, dass viele dieser Datensätze schon längere Zeit nicht mehr „brauchbar“ sind. Dabei soll die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden, dass es  natürlich auch Mitbewerber geben kann, die ihre Suchdaten so intensiv pflegen, dass es keine „Karteileichen“ gibt.

Zeitfaktor bei Suchkunden

Der Zeitfaktor darf bei Suchkunden nicht unterschätzt werden. Menschen, die sich entscheiden, eine Immobilie zu kaufen, wollen diesen Kauf in einem überschaubaren Zeitraum realisieren. Der Kunde, der jahrelang (mehrere Jahre) nach einem Eigenheim sucht, ist definitiv in der Minderheit.

Hinzu kommt in der heutigen Zeit ohnehin, dass es bei einem relativ knappen Angebot eine sehr hohe Nachfrage gibt. Als Makler benötigt man eine umfassende Suchkartei oder -datei heute nicht wirklich, weil man bei relativ attraktiven Angeboten bereits von Anfragen überhäuft wird. Die Interessenten kommen dann ganz von allein auf die Immobilienmakler zu.

Unser Fazit zur Suchkartei:

Eine Suchkartei ist eher ein Relikt aus den Zeiten eines Immobilienmarktes mit einem höheren Angebot und einer geringeren Nachfrage – einer Zeit, in der es noch recht schwierig war, überhaupt einen Käufer zu finden. Damals gab es auch immer wieder einmal sogenannte Gemeinschaftsgeschäfte, wenn ein Immobilienmakler das Angebot und der andere Makler den passenden Kunden dafür hatte.

Auch aufgrund der immer weiter verschärften Regelungen zum Datenschutz gestaltet sich die Führung einer Kartei oder Datenbank mit persönlichen Daten von Suchkunden ausgesprochen schwierig und bürokratisch sehr aufwendig für alle Beteiligten.

LichtWelt-Immo Immobilienvermittlung verfügt eine gewisse Anzahl an persönlich bekannten (Stamm-)Kunden, die Immobilien in und um Wolfenbüttel als Kapitalanlagen suchen. Suchkunden informieren wir in unserem kostenlosen Newsletter sehr zeitnah über neue Angebote. Der Newsletter bei einem deutschen Unternehmen entspricht den datenschutzrechtlichen Vorgaben  mit der Möglichkeit, sich jederzeit wieder abzumelden.


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